Ziele

Die Immobilienwirtschaft benötigt einen funktionierenden Markt von Wohn-, Gewerbe-, Handels- und Spezialimmobilien ohne einengende Gesetze und Reglementierungen. Die sozialstaatliche Wohnungswirtschaft beispielsweise mit ihrer Mischung aus Förderung und Reglementierung ist nach Ansicht des IVD am Ende.

Mehr Markt für die Immobilie

Das Grundübel im Immobiliensektor ist, dass es bisher keinen Markt gibt, der den Namen wirklich verdient. Nur in einem weitgehend freien Immobilienmarkt kann es einen dauerhaft befriedigenden Ausgleich von Angebot und Nachfrage geben. Zahlreiche Gesetze und Vorschriften sind auf ihre Zukunftsfähigkeit zu überprüfen und gegebenenfalls abzuschaffen. Das Mietrecht ist in Deutschland grundlegend zu reformieren und von ideologischem Ballast zu befreien. Dabei ist von einem gleichberechtigten Interessenausgleich von Mietern und Vermietern auszugehen. Die Regelung des § 5 Wirtschaftsstrafgesetzbuch zur so genannten „Mietpreisüberhöhung“ ist nicht mehr zeitgemäß und gehört abgeschafft. Es ist grundsätzlich falsch, Immobilientransaktionen zur Grundlage der Besteuerung zu machen. Nicht der Grundstücksverkehr darf besteuert werden, sondern der laufende wirtschaftliche Ertrag aus einer Immobilie. Insofern ist die Grunderwerbsteuer zumindest von 3,5 Prozent auf 2,0 Prozent zurückzuführen. Hohe steuerliche Transaktionskosten behindern die Fungibilität des Immobilienmarktes und verhindern Investitionen.

Der IVD vertritt die Interessen seiner Mitglieder auch auf europäischer Ebene, wie beispielsweise aktuell bei der Festlegung von Binnenmarktstrategien für Dienstleistungen.

Mehr Engagement für die Immobilie

Um dem hohen Anspruch des IVD an seine Mitglieder Wirkung zu verleihen, gibt sich der Verband einen Ehrenkodex mit Verhaltensregeln und verbindliche Maßgaben für die zusammengeschlossenen Unternehmen aus den verschiedenen Sektoren der immobiliennahen Dienstleistungen. Der IVD versteht sich als Interessenvertretung der am Markt tätigen Unternehmen und steht als Schlichtungsstelle und Ansprechpartner für Verbraucherbelange im Sinne des Verbraucherschutzes zur Verfügung.

Mehr Nachhaltigkeit für die Immobilie

Der Immobilienmarkt braucht Verlässlichkeit. Der Lebenszyklus einer Immobilie ist auf Jahrzehnte angelegt. Das hat die Politik nach Ansicht des IVD in den letzten Jahren massiv vernachlässigt. Sprunghafte Änderungen des Steuerrechts oder rückwirkende Gesetzesänderungen verunsichern Investoren und Nachfrager und bewirken einen Investitionsattentismus, der volkswirtschaftlich von großem Schaden für unser Land ist. Im Sinne einer wichtiger werdenden kapitalgedeckten Vorsorge muss die Berücksichtigung der Immobilie als bedeutender Teil der privaten Altersvorsorge neu geregelt werden.

Mehr Kompetenz für die Immobilie

Der IVD bereitet seine Mitglieder in Zukunft noch besser auf den Markt vor. Qualifizierung steht an erster Stelle. Ein steigendes Ausbildungsniveau wird die Akzeptanz der Dienstleistungen der Marktakteure erhöhen. Akademien und Schulungsangebote sorgen für professionelle Marktteilnehmer. Gut ausgebildete Dienstleister sind konkreter Verbraucherschutz. Die Zertifizierung der Mitglieder in qualitativer und fachlicher Hinsicht wird an Bedeutung gewinnen

Mehr Transparenz für die Immobilie

Der Immobilienmarkt in Deutschland benötigt mehr Transparenz. Vergleichszahlen und Marktdaten sowie die Etablierung von Benchmarks und Indizes für Preise, Kosten und Renditen erhöhen die Planbarkeit von Investitionen. Die Mitglieder des IVD machen täglich den Markt. Somit ist der IVD die Stimme des Immobilienmarktes. Die neue Research-Abteilung des IVD trägt Sorge für aktuelle Marktanalysen und –berichte. Mehr Transparenz erfordert auch die Leistungserbringung in den einzelnen Sektoren der immobiliennahen Dienstleistungen. Klare Leistungskataloge und Berufsbilder ermöglichen den gezielten Einsatz von IVD-Unternehmen in allen Belangen rund um die Immobilie.

Wie will IVD seine Ziele erreichen?

Die Förderung des Verbandszwecks erfolgt insbesondere durch:

  • die Öffentlichkeitsarbeit zur Darstellung und Fortentwicklung der im Bundesverband repräsentierten Berufsbilder und die Steigerung ihres ansehens
  • die Durchführung beruflicher Fort- und Weiterbildung von Personen, deren Interessen der Bundesverband vertritt
  • die Förderung des Verbraucherschutzes insbesondere des lauteren Wettbewerbs und die Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs
  • die Wahrnehmung der Interessen der in der Immobilienwirtschaft Tätigen gegenüber der Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung sowie gegenüber anderen Berufsverbänden
  • die Mitgliedschaft in und der Erfahrungsaustausch mit internationalen Organisationen der Immobilienwirtschaft
  • die Förderung eine qualitativ vereinheitlichten Berufsausübungskodex sowie der Kollegialität unter den Mitgliedern
  • die Schlichtung berufseinschlägiger Differenzen zwischen den Mitgliedern
  • die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden sowie die Übernahme von Funktionen als Dachverband