Der IVD Berlin-Brandenburg e.V. stellte heute einen Marktmietspiegel für Geschossbauwohnungen in Berlin vor und gibt damit einen aktuellen und umfassenden Überblick über das Geschehen am Mietwohnungsmarkt in Berlin zum Stichtag 01.06.2009 für den preisfreien Wohnungsbau. Darin sind im Unterschied zu anderen Publikationen die tatsächlich im Markt erzielten Neuabschlussmieten erfasst. „Viele Veröffentlichungen suggerieren dem Verbraucher ein falsches Bild des Berliner Mietmarktes, da sie nur Angebotsmieten erfassen, also darstellen, für welche Miete eine Wohnung auf dem Markt angeboten wurde und nicht zu welchem Mietpreis tatsächlich ein Abschluss erfolgte“, weiß Dirk Wohltorf, Vorsitzender des IVD Berlin-Brandenburg e.V. Auch der Berliner Mietspiegel zeige aufgrund der Mischung von Neuabschluss und veränderten Bestandsmieten der letzten 4 Jahre nur ein ungenaues Bild des Berliner Mietmarkts, so der Immobilienexperte und langjährige Makler in der Hauptstadt. „Darüber hinaus hat der Berliner Mietspiegel 2009 seinen Stichtag am 01.10.2008 – d.h. Aktualität ist hier nicht wirklich gegeben.“ Hier setzt der Marktmietspiegel des IVD Berlin-Brandenburg an und stellt damit ebenso wie der jeweils im Herbst erscheinende IVD Immobilienpreisservice für Verbraucher und Immobilienexperten ein Nachschlagewerk dar, mit dem Marktmieten bezirksscharf vergleichbargemacht werden.
„Die Abweichungen zwischen der ortsüblichen Vergleichsmiete des Berliner Mietspiegels und der tatsächlichen Neuabschlussmiete betragen insbesondere in Innenstadtlagen teilweise bis zu 20 Prozent. Dies suggeriert ein falsches Marktbild, das sowohl Mietern als auch Vermietern zum Nachteil gereicht, da beide mit unterschiedlichen Preisvorstellungen aufeinander treffen. Dies erschwert Verbrauchern, das für sie passende Angebot zu finden“, so Andreas Habath, Vorstand des IVD Berlin-Brandenburg e.V. und vorsitzendes Mitglied des IVD Wertermittlungsausschusses.„Daher geben wir Mietern und Vermietern mit dem IVD Marktmietspiegel zusätzlich einen gewichteten Merkmalsnavigator für Faktoren wie Lage und Ausstattung sowie ein Rechenbeispielan die Hand, so dass die tatsächliche Marktmiete für die betreffende Wohnung eigenständig berechnet werden kann“. Hinsichtlich der Darstellungsform knüpft der IVD Berlin- Brandenburg e.V. an den Immobilienpreisservice 2008/2009 nahtlos an, der durch die differenzierte Darstellungsform nach Bezirken für eine sehr positive Resonanz bei Verbrauchern und Immobilienprofis sorgte. „Gleichzeitig haben wir unsere Analyse noch mal geschärft und können nun nicht nur Aussagen zu den Mieten einzelner Bezirke, sondern auch zu differenzierten Wohnlagen treffen. Denn gerade in Berlin unterscheiden sich einzelne Straßenzüge und Quartiere inzwischen erheblich in ihrer Wohnqualität und können nicht länger nur in die Kategorien einfach-mittel-gut eingeteilt werden.“ Daher hat der IVD in seiner neuen Wohnlagenübersicht eine sechsfache Differenzierung vorgenommen.